Der erste Fall war eine Endarteriektomie der Femoralarterie. In der Gefäßchirurgie ist die Sicherstellung einer ausreichenden Durchblutung durch Arterien und Venen von zentraler Bedeutung. Die Femoralarterie, die sich in der Leistengegend befindet, versorgt den Oberschenkel und die Wade mit Blut. Wenn diese Arterie durch verkalktes Material, bekannt als Atherom, verstopft ist, wird der Blutfluss behindert. Dies erhöht das Risiko für Gewebeschäden und andere schwerwiegende gesundheitliche Probleme.
Ohne präzise und zuverlässige Instrumente zur Beurteilung des Blutflusses stehen Chirurgen vor der Herausforderung, den Erfolg von Eingriffen wie Bypässen und Endarteriektomien sicher zu bestätigen. Eine unzureichende Durchblutung kann zu verlängerten Genesungszeiten und einem erhöhten Risiko für Komplikationen führen.
Die Dopplex intraoperative Einwegsonde bietet eine nicht-invasive und präzise Methode zur Überwachung des Blutflusses während und nach gefäßchirurgischen Eingriffen.
Professor Usman Jaffer setzt dieses Gerät ein, um die technische Qualität seiner Operationen sicherzustellen. Er erklärt:
„Wenn wir ein Aneurysma behandeln würden, würden wir auf jeden Fall einen Doppler verwenden, um die Signale in den Abflussarterien zu überprüfen und sicherzustellen, dass unser Bypass-Graft ordnungsgemäß funktioniert. Anschließend würden wir die Signale aus den Beinarterien am Knöchel kontrollieren, um sicherzustellen, dass Beine und Füße ausreichend durchblutet sind.”
Während einer Endarteriektomie der Femoralarterie erkennt die Dopplex intraoperative Einwegsonde dreiphasige Signale, die auf gesunde Blutflussmuster hinweisen. Diese Signale sind entscheidend, um sicherzustellen, dass sowohl der Zufluss als auch der Abfluss ausreichend sind. Professor Jaffer erklärt:
„Wir würden immer sowohl die visuelle als auch die akustische Interpretation nutzen, wenn sie verfügbar ist.”
Auch in der postoperativen Versorgung spielt die Sonde weiterhin eine wichtige Rolle. Professor Jaffer verwendet sie bei Nachsorgeterminen in der Ambulanz. Diese kontinuierliche Überwachung ermöglicht die frühzeitige Erkennung möglicher Probleme und damit rechtzeitige Interventionen.
Vor der Einführung der Doppler-Technologie, so erläutert Professor Jaffer, waren herkömmliche Methoden zur Beurteilung des Blutflusses invasiv. Sie erforderten beispielsweise die Injektion in das Gefäß und anschließende Röntgenaufnahmen, was mit Risiken und Komplikationen verbunden war. Die Dopplex-Sonde bietet eine nicht-invasive Alternative und reduziert diese Risiken erheblich.
Die Einführung der Einwegsonde durch Huntleigh hat die Zuverlässigkeit des Dopplers weiter verbessert. Professor Jaffer ist überzeugt, dass wiederverwendbare Sonden häufig durch die Wiederaufbereitung beschädigt werden, was zu unzuverlässigen Signalen und einer erhöhten kognitiven Belastung für Chirurgen führt. Die Einwegsonde beseitigt diese Probleme und bietet ein konsistentes und zuverlässiges Instrument, welches das Vertrauen in das Operationsergebnis stärkt. Professor Jaffer betont:
„Schlechte Versorgung kostet deutlich mehr als gute Versorgung. Deshalb ist es meiner Meinung nach entscheidend, gute Versorgung möglichst oft gleich beim ersten Mal zu leisten. Und wenn dafür ein Einweggerät erforderlich ist, zahlt sich das mittel- bis langfristig mehrfach aus.“
Die Dopplex intraoperative Einwegsonde hat sich in der Praxis von Professor Usman Jaffer als entscheidendes Instrument etabliert – Sie erleichtert die Arbeit – „selbst an Tagen, an denen einfach nichts läuft.“ Potenzielle Vorteile für andere medizinische Fachbereiche, die eine präzise Beurteilung und Überwachung des Blutflusses benötigen, sollten weiter untersucht werden.